NOIRstudio – Intense Coaching bei Jean Noir

Ich war vor ein paar Wochen im NOIRstudio in Frankfurt um mich endlich mal wieder fortzubilden.
Nach knapp 3 Jahren wurde es endlich, endlich mal wieder Zeit dazu.

Den Fantasy-schuhen entwachsen, hatte ich die letzte Zeit immer öfter das Gefühl nicht mehr richtig voran zu kommen.
Nicht, dass das schlimm wäre, hatte meine Fotografie mittlerweile ein nettes Level erreicht.
Aber wir wissen alle „nett“ ist eben auch nur die kleine Schwester von …
Also wollte ich weiter, mich entwickeln.
Ich sage bewusst nicht höher oder besser entwickeln, weil das natürlich Geschmacks- bezw. Ansichtssache ist, was höher, was besser, was toller ist.
Ich wollte einfach eine Entwicklung, eine Veränderung, was anderes kennen lernen.
Nur wohin wusste ich bis dahin nicht.

Bis zum Sigma-Fotografen-Tag in Hamburg letzten Jahres, ein kleines nettes Event…(wie war das gerade mit „nett“?) …
also verbessert, ein spannendes Event zu dem 100 Fotografen nach einer kurzen „Bewerbung“ eingeladen wurden.
Speaker für dieses Event sollten Jean Noir, Felix Rachor und Hans Jürgen Oertel sein.
Drei Fotografen, die unterschiedlicher nicht sein konnten.
Drei Fotografen, die in einem kurzen Vortrag erzählen wollten/sollten, wie sie zu ihrer Fotografie kamen, was sie antrieb eben ihre Richtung gewählt zu haben.
Ich spar mir da weiter drauf einzugehen, soll es ja in dem Artikel hier um etwas anderes gehen, nur so viel, Jean Noir war mir bis dahin kein Name, den ich kannte. Fehler.

Lange Rede noch nicht viel Sinn, erschien mir „dieser“ Jean Noir an dem Tag sehr authentisch…
Viele Fotografen hatte ich über Social Media schon reden hören, lesen können, immer mehr kamen mir nicht sehr authentisch vor, obwohl sie natürlich ALLE von Authentizität reden.
Ein Wort, was mir schon zu den Ohren raus kam, konnte es einfach nicht mehr hören, erschien mir zu einem Modewort herangewachsen zu sein, welches eben ganz viele nutzen, aber ganz wenige Leben, noch weniger verstehen.
Ich war halt einfach genervt von dem Wort, bis zu dem Tag.
Endlich hatte ich das Gefühl, jemand hatte dieses Wort verstanden.
Über den müssen wir uns also mal erkundigen, dachte ich.
Wer ist das überhaupt. Kurz gegoogelt, Bildungslücke entdeckt. (Von denen hab ich einige … manchmal. *hüstel*)

Und dann hatte er da was gesagt, einen Satz: „Wenn ihr was von mir wollt, schreibt mir per Whats App, die ganzen Social Media Kanäle da verliert man einfach den Überblick.“
Und ich dachte „Ja klar, per Whats App schreiben *Vogel zeig* duuuu antwortest doch niiiie im Leben.“ und hab es am gleichen Abend noch getestet…
Natürlich. *lach* …
Umso erstaunter war ich, als es am nächsten Tag eine Antwort gab.
Authentizität!

Ab da war klar, zu dem muss ich mal hin, dass müssen wir uns mal genauer ansehen. ;-)
Gedacht, gesagt, getan… Ging es Anfang März dann endlich nach Frankfurt.

Freitag Anreise, Samstag Coachingtag, Sonntag Abreise…So war der Plan.
Den kannte Jean von uns drei Fotografen (mehr sind bei einem Intense Coaching nicht dabei), konnten wir ihn bis dahin doch immer wieder per Whats App kontaktieren.
Und so lud er uns kurzerhand am Anreisetag abends zu einem kleinen Umtrunk ins Studio ein.
So könne man sich schon mal kennen lernen.
Authentizität…!
So ging es dann abends nach 6 Std fahrt also noch ins NOIRstudio, um die anderen beiden Teilnehmer und Jean kennen zu lernen.
Muss ich ab dem Punkt noch erwähnen, dass Jean nebst den Drinks, die er ausgegeben hat auch sein Essen geteilt hat, bzw. teilen wollte. ;-) (ich glaub, letztendlich waren wir alle zu schüchtern, da was von zu nehmen?)
… Ich sag´s jetzt noch einmal, Authentizität!

Der Samstag war dann geladen mit Infos, Arbeitsweisen, Ideen, Sichtweisen. Mit vielem! Sehr vielem!
Vieles, was die Tage danach verarbeitet werden sollte. Mit Hochs und Tiefs hatte ich zu kämpfen, hatte geweint und war ein paar Minuten später doch wieder völlig von mir überzeugt.

Am Ende bin ich zu dem (End)schluss gekommen, dass meine Art und Weise nicht die schlechteste ist, der Jean hat es ja auch so geschafft.
Ich bin nicht die, die im Hosenanzug mit einem Businessplan aufschlägt, ich bin die, mit der du abends am Lagerfeuer sitzen könntest, um Ideen auszutauschen.
Das ist für mich der authentischste Weg.
Also wird es so bleiben, wie bisher.
Der Weg ist nicht immer der einfachste, ist die Welt doch sehr geschäftlich und möchte eine gewisse strenge Gradlinigkeit, aber dazu müsste ich mich verbiegen und dann wär ich nicht mehr ich selber und dürfte das Wort Authentizität nicht nutzen. ;-) Nutz ich das doch jetzt so gerne.

Bilder aus dem NOIRstudio mit der an dem Tag für uns zur Seite gestellten Tara & Doreen.